Aus dem Buch Nahrungsmittel-Intoleranzen von Univ.-Dozent Dr. med. Maximilian Ledochowski

TRIAS Verlag
155 Seiten

Die meisten Ernährungsempfehlungen lassen außer Acht, dass jeder Darm für unterschiedliche Substanzen unterschiedliche Resorptionsleistungen hat.

So können zwischen 5 und 75 Prozent der europäischen Bevölkerung (die starke Schwankungsbreite ergibt sich aus den unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeiten) aus dem Darm keinen Milchzucker (Laktose) aufnehmen; für diese Menschen stellen die meisten Milchprodukte eine Ballaststoffquelle dar.
Rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung kann Fruchtzucker (Fruktose) nicht oder nur sehr schlecht resorbieren; für diese Menschen sind Obst und Fruchtsäfte Ballaststoffe.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt – unterstützt vom deutschen Landwirtschaftsministerium – die Aufnahme von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag.
Für jeden.
Es bleibt unberücksichtigt, ob jemand eine Resorptionsstörung für ein Kohlenhydrat hat (ein Großteil der Bevölkerung hat aber irgendeine Resorptionsstörung).
Es bleibt unberücksichtigt, wie alt jemand ist (alte Menschen haben eine ganz andere Resorptionsleistung als Junge).
Es bleibt unberücksichtigt, wie schwer jemand ist (demnach müsste ein 100 Kilo schwerer Bodybuilder die gleiche Ballaststoffmenge zu sich nehmen wie ein 10 Kilo leichtes Kind).

Wie sinnvoll solche »allgemeinen« Empfehlungen sind, lässt sich auch daran fest machen, dass die Zufuhr von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag in etwa dem Verzehr von zehn Salatköpfen pro Tag entspricht!

Wie so eine Empfehlung von allen »Experten« unwidersprochen akzeptiert werden kann, ist schwer nachvollziehbar, dient aber der Lebensmittelindustrie als Rechtfertigung und Maßgabe für die Entwicklung ihrer Produkte.

Der Vermerk »reich an Ballaststoffen« sollte daher für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten eher als Gefahrenhinweis bewertet werden.
Ballaststoffe können nicht generell als »gesund« eingestuft werden, da es große individuelle Unterschiede bei der Verwertung im Darm gibt.

Das Buch: “Nahrungsmittel-Intoleranzenvon Univ.-Doz. Dr. med. Maximilian Ledochowski, erschienen in TRIAS Verlag, ist ein praktischer Ratgeber, wo Sie Antworten auf wichtige Fragen finden, wie z. B.:

-  Wie enstehen Unverträglichkeiten?
-  Welche Beschwerden für welche Unverträglichkeiten sind typisch?
-  Wie kommt es zu Mehrfachintoleranzen? Was kann man tun?

und Vieles mehr.

Überzeugt?

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